- Sehnsucht nach dem Unendlichen, der Natur und der fernen Vergangenheit
- Ablehnung der Aufklärung – Gefühl und Einbildungskraft gelten mehr als Vernunft
- Volksdichtung, Märchen und Mythen als künstlerische Quellen
- Streben nach einem Gesamtkunstwerk: Literatur, Musik und Malerei verschmelzen
- Nationalbewusstsein und Begeisterung für Freiheitskämpfe
- Ludwig Tieck (1773–1853)
- Heinrich von Kleist (1777–1811)
- Novalis / Friedrich von Hardenberg (1772–1801)
- E.T.A. Hoffmann (1776–1822)
- Theodor Körner (1791–1813)
- Der blonde Eckbert – Tieck (1797)
- Hymnen an die Nacht – Novalis (1800)
- Penthesilea – Kleist (1808)
- Phantasus – Tieck (1812–1816)
- Leier und Schwert – Körner (1814)
Lithographie um 1830]
Das Hoftheater war das kulturelle Zentrum der Stadt. Ludwig Tieck wirkte hier fast zwei Jahrzehnte als Dramaturg und inszenierte Shakespeare-Stücke sowie romantische Dramen auf neuartige Weise.
Historische Aufnahme, ca. 1840]
Der „Balkon Europas" war Begegnungsort der Dresdner Gesellschaft. Hier flanierte auch der Dresdner Romantikerkreis, dem u.a. Kleist und der Maler Caspar David Friedrich angehörten.
Außenansicht (Gegenwart)]
Das Albertinum zeigt bedeutende Werke der Romantik – darunter Gemälde von Caspar David Friedrich, dem engsten malerischen Begleiter des Dresdner Romantikerkreises. Regelmäßige Ausstellungen zur Epoche.
Außenansicht (Gegenwart)]
Auf dem historischen Standort von Tiecks Hoftheater steht heute die Semperoper. Als Institution erinnert sie an die reiche Theatertradition der romantischen Ära und ist bis heute bespielt.
Tieck lebte über 20 Jahre in Dresden und war die zentrale Figur des romantischen Literaturlebens der Stadt. Als Dramaturg am Königlichen Hoftheater inszenierte er Shakespeare-Stücke mit historischem Aufwand – ein Novum der Zeit. In seiner Wohnung führte er einen berühmten literarischen Salon.
Der Salon wurde Treffpunkt von Dichtern, Musikern und Malern aus ganz Deutschland. In Dresden vollendete Tieck u.a. die Novelle Des Lebens Überfluß (1839). Er gilt als Wegbereiter der modernen Theaterregie. Die Tieckstraße in Dresden erinnert bis heute an ihn.
Kleist lebte mehrere Jahre in Dresden und war im romantischen Kreis aktiv. 1808 gründete er gemeinsam mit dem Publizisten Adam Müller die Literaturzeitschrift Phöbus. Ein Journal für die Kunst – eine der wichtigsten Kulturzeitschriften der Romantik.
In Dresden entstanden oder wurden fertiggestellt: Penthesilea (1808), Das Käthchen von Heilbronn (1807/08) und Teile des Zerbrochnen Krugs. Der „Phöbus" veröffentlichte erstmals Texte bedeutender Romantiker in einer gemeinsamen Zeitschrift.
Körner wurde in Dresden geboren und wuchs dort auf. Er studierte später in Leipzig und Wien, blieb aber seiner Heimatstadt verbunden. Als patriotisch gesinnter Romantiker schloss er sich 1813 den Lützower Jägern im Befreiungskrieg gegen Napoleon an.
Sein posthum erschienener Gedichtband Leier und Schwert (1814, hrsg. von seinem Vater) wurde zu einem der meistgelesenen Werke der Befreiungskriege. In Dresden erinnern die Körnerstraße und ein Denkmal im Großen Garten an den jungen Dichter.